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Der Verein - Chronik

Die Anfänge der Leibesübungen

Um das Jahr 1800 ging Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) von dem Gedanken aus, das ein gesunder Geist eines gesunden Körpers bedarf und die Körperkraft neben der intellektuellen Bildung eine unersätzliche Vorraussetzung für die Berufsausübung ist. Deshalb gründete er 1811 in der Hasenheide bei Berlin den ersten Turnplatz und führte auf diesem mit seinen Schülern gymnastische, leichtathletische und geräteturnerische Übungen durch. Nach dessen Vorbild entstanden in der Folgezeit an vielen Stellen in Deutschland, so auch in unserer Umgebung Turnabteilungen, in denen interessierte jungen Menschen im jahnschen Sinne turnten.

Vorgeschichte unseres Sportvereins

Um 1900 begann man in unserer Umgebung sich sportlich zu betätigen. 1902 fanden sich Männer in Greußnig, die das bürgerliche Turnen pflegten. Aus einem erhalten gebliebenen Protokollbuch, in dem von 1913 bis 1924 die Inhalte aller Mitgliederversammlungen niedergeschrieben worden sind, wissen wir über die Aktivitäten der ersten Jahre recht gut Bescheid.

Im Protokollbuch vorgefundenen Jahresbericht wurde der Turnerbund Greußnig im Februar 1913 gegründet. Als Gründer wurden der selbstständige Drechsler Oskar Schubert, die Metallarbeiter Oskar Schubert, Klaus Schubert, Max Naumann, Max Frühsorge und der Sattler Clemens Römer genannt. Die Versammlungen fanden monatlich im Restaurant "Muldental" Greußnig statt.

Die Zusammenkünfte wurden mit dem Gruß "Gut Heil" und mit dem Liede "Turner auf zum Streite" begonnen. Auch die Turnübungen fanden im Saale des "Muldentales" jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr statt. An Turngeräten waren ein Barren, ein Pferd, ein Bock, ein Paar Ringe, eine Hantel, zwei Matten und ein Tau vorhanden. Die Kleidung der Turner bestand aus einer langen Hose und einem weißen Hemd. Als Abzeichen des Deutschen Turnvereins prangten auf der Brust die vier "F" für Frisch, Fromm, Fröhlich und Frei. Das Ziel der Gründung des Deutschen Turnerbundes war in erster Linie die Pflege der Leibesübungen und die Pflege der Geselligkeit, wobei das letztere haupt-sächlich durch die Theatergruppe gewährleistet wurde. Die ersten Zöglinge waren: Hans und Fritz Kluge, Otto Schlorke, Kurt und Paul Roßberg, Kurt Stefanowsky, Hugo Frühsorge und Alfred Ziesche. Turnwart damals war Max Naumann. Der Beginn des 1. Weltkrieges beeinträchtigte die Versammlung- und Turnertätigkeit sehr stark. Laut Protokollbuch ruhte die Tätigkeit des Vereins von April 1916 bis September 1919 vollständig.

Die Gründung der Sportgemeinschaft Neudorf

Die Gründung der Sportgemeinschaft Neudorf

Die Gründung der Sportgemeinschaft Neudorf

urch die Veränderung der politischen Verhältnisse nach dem 1. Weltkrieg wurde das Streben der aktiven Mitglieder, die hauptsächlich der Arbeiterklasse angehörten, begünstigt, den Verein in den großen Arbeiter-, Turn- und Sportbund zu überführen. So wurde im Jahre 1922, in einer stürmisch verlaufenden Sitzung, der Arbeiter-Turnverein Neudorf (TAN -Turnabteilung Neudorf) gegründet.
Die Mitgliederversammlungen fanden weiterhin in der Gaststätte "Muldental" statt.

Am 18.11.1922 wurde bekanntgegeben, das das Gasthaus in baldiger Zukunft schließen würde, da das Grundstück "Muldental" verkauft wurde. Man war gezwungen, eine andere Vereinsstätte zu finden. Man fand sie. Zur Vereinsversammlung am 1.12.1922 wurde der Umzug in den Gasthof Neudorf beschlossen und gleichzeitig vorbereitet.

An einem Sonntag zog der Verein, angeführt von einem Spielmannszug, die Turngeräte auf einem Pferdewagen vom Gasthof "Muldental" in das neue Turnlokal bzw. dem neuen Sitz des Vereins in den Gasthof Neudorf.

Das neue Vereinsabzeichen zeigte die vier Buch-staben FFST, welche die Abkürzung für die Worte "Frisch, Frei, Stark und Treu" darstellten. Der neue Gruß hieß von jetzt an: "Frei Heil". Im ersten Vorstand waren Alfred Ziesche, Martin Richter, Willy Groschupp, Max Theuring, Richard Hansch, Richard Hanschelmann, Paul Hempel und Kurt Stefanowsky. Die erste Versammlung in dem neuen Lokal fand am 5.1.1923 statt. Die Entwicklung des neuen Vereins gestaltete sich äußerst schwierig.

Der größte Teil der Mitglieder war arbeitslos oder arbeitete kurz. In dieser Zeit unterstützte der Ar-beiterturnverein "Fichte" aus Döbeln den Neu-dorfer Verein beim aktiven Turnsport. Zweimal in der Woche (Dienstag und Freitag) wurde im Gast-hof Neudorf geturnt, als Übungsleiter war der Sportfreund Alfred Fleckeisen sehr aktiv.

Der Sportverein von 1926 bis 1939

Der Sportverein von 1926 bis 1939

Der Vorgänger vom Handball, Raftball, mit welchem 1922 begonnen wurde, fand unter den Bürgern der Gemeinde viel Anklang, wobei es aber noch keine organisierten Meisterschaften gab.

Eine noch immer schwierige Frage war die Beschaffung eines Sportplatzes. Erst nach langem Mühen wurde im Stadtparlament Döbeln ein zweiter Antrag angenommen, dem Verein pachtweise vom Stadtgut Mannsdorf Land zu überlassen. 1926 begann man mit dem Bau des Sportplatzes Neudorf, wo er auch heute noch ist. Mit primitivsten Mitteln und ohne finanzielle Zuwendungen der staatlichen Stellen wurde dieses Werk durch gemeinsame Arbeit ermöglicht. Der damals noch schiefe Platz wurde durch freiwillige Arbeit der Mitglieder eingeebnet und umzäunt. Durch die starke Neigung des Platzes wurde die Erde abgetragen und mit Loren unten wieder aufgeschüttet. Die Loren wurden dabei mit der Hand gezogen.

Zur Anschaffung des Materials führte man Theaterspiele und Geldsammlungen durch. Ein alter Bauwagen, der Vorgänger unserer Baracke, stammend aus Döbeln, diente lange Zeit als Umkleide- und Geräteraum.

In dieser Zeit nahm der Verein an folgenden Turn- und Sportfesten teil:
  • an der Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt
  • an den jährlichen Reichsarbeitersportfesttagen in Döbeln
  • an Bezirksfesten in Hartha, Döbeln und Geringswalde
  • an Turnhallenweihen in Hainichen, Ostrau, Richzenhain, Böhrigen und Marbach.

Zu erwähnen sei, das eine Mannschaft unseres Vereins als einzige aus dem Kreis Döbeln zum Bezirksfest 1928 in Dresden ein Freundschaftsspiel austrug. Das Sportstadion, wo "Dynamo" Dresden spielt, weihten sie mit ein. Gleichfalls hat man zum Reichsarbeitersportfest 1929 in Nürnberg ein Freundschaftsspiel durchgeführt und waren dabei, als das Stadion am "Dutznerteich" eingeweiht wurde. Zur 2. Arbeiterolympiade in Wien 1931 nahmen 17 Teilnehmer aus unserem Sportverein teil, die am Umzug und der Freiübung im Praherstadion mitmachten.

Der Turnbetrieb wurde weiter im Saal des Gasthofes Neudorf durchgeführt, in den Sommermonaten wurde auf dem Sportplatz Leichtathletik betrieben. Der Turnverein hatte außerdem einen Spielmannzug, eine Frauen- und Männerriege.

Am 8.9.1929 fand in Neumannsdorf ein großes Negerspiel statt. Dies entwickelte sich zu einem großen Spaß. Bis kurz vor Spielschluß hatte keiner geahnt, das sich hinter dieser Maskerade die weiße Hautfarbe der Neudorfer Handballer versteckte.

Bis zum Jahre 1930 spielte man noch Raftball, ab 1931 setzte sich der Feldhandball durch. Der Verein war auch in diesen Jahren weiterhin nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein kultureller Mittelpunkt im Dorfleben. So gab es eine Theatergruppe und einen Spielmannzug, die bei Tanzveranstaltungen und Sportfesten auftraten. Man hatte jetzt zwei Männermannschaften, zwei Jugend- und Knabenmannschaften, welche Freundschaftsspiele austrugen.

Es wurden keine direkten Meisterschaften im Handball durchgeführt , aber es stellten sich die ersten Erfolge ein. 1938 wurde Neudorf Sieger im Handball-Viererspiel in Pappendorf. Vorrang hatte immer noch das Turnen, im Winter im Gasthof Neudorf, wo auch an den Ringen und am Reck geturnt wurde, im Sommer auf dem Sportplatz, wo sich ein Hochreck mit Kletterstangen befand. Beliebt war auch das Tauziehen. Vorturner waren über Jahre Alfred Fleckeisen und Hans Zieger.

Der Sportverein während des 2. Weltkrieges

Der Beginn des 2. Weltkrieges machte sich auf die sportliche Tätigkeit bemerkbar. Durch den Krieg bedingt, hatte die Leitung des Vereins oft gewechselt, unter anderem hatten den Vorsitz Willy Rau, Martin Gruhle, Arno Hannß, Willy Röber und Richard Geißler. Bis 1942/43 waren noch zwei Männermannschaften im Punktspielbetrieb, unter anderem mit Frankenberg, Burgstädt und Hainichen. Von 1942 bis 1944 spielten die Neudorfer und Döbelner Handballer gemeinsam um die Sachsenmeisterschaft, die sie auch gewannen. Es war aber kein Wertmesser, da ja alle Wehrpflichtigen im Krieg waren. Im letzten Kriegsjahr 1945 gab es keinen Spielbetrieb im Kreis mehr. In Döbeln existierte eine Jugendmannschaft, in dieser spielten einige Jugendliche von Neudorf mit.

Nachkriegszeit und Neuanfang nach 1945

Nachkriegszeit und Neuanfang nach 1945

Im Sommer, gleich nach Ende des Krieges zog wieder zögerlich Leben auf dem Sportplatz ein. Die Wirren des Krieges hatte viele Menschen mutlos gemacht. Überall hatte der Krieg seine Spuren hinterlassen. Dennoch war man nicht hoffnungslos.

Kriegsmüde fanden sich in geselligen Runden zusammen und gaben einander das Lachen wieder und die Kraft zum Überleben. Es wurden Turnveranstaltungen durchgeführt, die aber durch die Besatzungsmächte wieder kurzzeitig verboten wurden. Als nun die jungen Männer aus dem Krieg kamen, begann man 1946 mit dem Männerhandball und somit auch wieder mit Punktspielen. Im Jahre 1947 begannen in Neudorf Kinder und Jugendliche mit dem Handballsport. Auf Grund großen Interesses und Freude am Sport entstanden eine Kinder- und Jugendmannschaft. Auch der Frauenhandball kam wieder ins Kommen. Der Spielbetrieb reichte von Hainichen, Nossen, Geringswalde, Roßwein, Waldheim bis Lommatzsch.

Diese Entfernungen konnten nur mit dem Fahrrad erreicht werden, aber auch Laufen bis Waldheim und Roßwein waren oft angesagt. Denn ein Auto besaß ja keiner. Als Übungsleiter waren Fritz Hanitzsch, Harald Hannß und Richard Geißler tätig. Natürlich hatte der Krieg große Lücken gerissen und es mußte festgestellt werden, das von der alten Leitung kaum ein Sportfreund auftauchte, so lastete die ganze Arbeit, die ganze Funktionärsarbeit zu diesem Zeitpunkt auf den Schultern von Richard Geißler, Karl Wätzig und Hauptkassierer Kurt Jahn. Der Turnbetrieb konnte durch das Fehlen älterer Vorturner nicht wieder auf die Beine gebracht werden und kam zum Erliegen. Da nun viele ehemalige Handballer aus der Gefangenschaft zurückkehrten, wurde auch wieder guter Handball gespielt. Und es stellten sich die ersten Erfolge ein, 2. Platz der Männer und 1. Platz der Frauen bei den Kreismeisterschaften 1947. 1948 wurden die Männer Sieger im Handball-Vierer-Turnier der Sportabteilungen Döbeln, Riesa, Waldheim und Neudorf.

Aber nicht nur Sport stand auf dem Plan. Man unternahm auch gemeinsame Ausflüge mit den Frauen bzw. Freundinnen, zum Beispiel 1948 einen Basteiausflug. Die Sportler-Baude in Neudorf diente in den Nachkriegsjahren sogar als Schule.

Die 50er Jahre

Die 50er Jahre

1948 wurde in Neudorf das Feldhandballspiel stark angekurbelt. Sportfreunde wie Walter Raimer, Eberhard Richter, Herbert Geißler, Walter Kaiser, um nur einige zu nennen, wurden im Kreis Döbeln 1949, 1950 und 1951 Staffelzweiter und 1952 Kreismeister. Das bedeutete erstmals den Aufstieg in die Bezirksklasse, stiegen aber nach zwei Jahren wieder ab.

Auch im Turnen wurde ein Neuanfang versucht, fand aber nicht viel Interesse und kam zum Erliegen. Durch die Schließung des Gasthofes Neudorf wurde den Sportlern das Vereinslokal genommen und so ist zu dieser Zeit eine ziemlich schwache Sportbetätigung zu verzeichnen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl betrug ungefähr 50 bis 60 Sportler. Stets aber war Neudorf, egal ob unter seinem angestammten Namen "SG Neudorf", ab 1950 unter dem Vereinsnamen "Neudorf", ab 1951 unter der Bezeichnung "Motor Döbeln-Ost" und von 1952 bis 1969 unter "Traktor Ebersbach" ein Begriff im Kreis und darüber hinaus. Im Jahre 1951 wurde es notwendig auf dem Sportplatz zur Sportlerbaracke eine Wasserleitung zu legen. Bis dahin mußte man das Wasser zum Waschen in Eimern von der ehemaligen Schule, auf der anderen Straßenseite, in Neudorf holen. Die Mitglieder des Vereins nahmen das selbst in Angriff. Weiterhin wurden Umkleideräume an die Sportbaracke angebaut. Unvergessen bleiben die fünfziger Jahre, wo auf unfaire Weise fremde Vereine fast zwei Mannschaften abwarben. 1954 war dann der Tiefpunkt unserer Sportgemeinschaft. Nachdem schon 1950 6 Spieler nach Döbeln und 1954 weitere 10 Jugendliche nach Niederstriegis gingen, herrschte Krisenstimmung.

Die Sportgemeinschaft drohte auseinanderzubrechen, die Mannschaften fielen völlig auseinander, die älteren Spieler hörten auf und dem Nachwuchs wurde in dieser Zeit kein Augenmerk geschenkt. Der Verein stand auf dem Scheideweg, Aufhören oder Weitermachen, das war hier die Frage.? 11 Sportfreunde, die noch verblieben waren, entschieden sich für's Weitermachen. Es war den Sportlern R. Geißler, H. Geißler, H. Leuthold, S. Händler, H. Winkler, Kl. Fickert und H. Bennewitz zu verdanken, das der Sport in Neudorf erhalten blieb. Klaus Fickert, ehemaliger Jugendspieler von Neudorf, kam von Döbeln wieder zurück und brachte 6 Jugendliche mit.

Von da an ging es wieder aufwärts. 1958 wurden die Männer Kreismeister im Hallenhandball, der nun den Großfeldhandball ablöste. Unter Regie der neuen Leitung von Richard Geißler (Vorsitzender), Karl Wätzig (Hauptkassierer), Siegfried Händler, Hans Leuthold und Herbert Biedermann ging es im Verein und im Handballsport wieder aufwärts. In Verbindung mit der Schule Ebersbach wurde nun von Kind auf Handball gespielt.

Die 60er Jahre

Die 60er Jahre

Die 60er Jahre

Die 60er Jahre

Auf Wunsch von Richard Geißler übernahm 1962 Siegfried Händler die Funktion des Vorsitzenden. Die Leitung bestand nun aus: S. Händler, H. Leuthold, K. Fickert, R. Geißler und H. Degenkolb. Zu dieser Zeit zählte der Verein etwa 60 Mitglieder. In den 60er Jahren stabilisierte sich der Sportbetrieb weiter. Die Sportler aus der Sektion Handball des Neudorfer Vereins kamen zu zahlreichen Turniersiegen, unter anderem wurden sie 1962 Sieger im Vierer-Turnier der BSG Chemie Nieder-striegis und 1966 Zweiter beim internationalen Kleinfeldturnier in Burgstädt. Auf Grund zielgerichteter Arbeit im Handball, in Verbindung mit der Schule Ebersbach stellten sich die Früchte der guten Arbeit ein. Es entstanden Kinder- und Jugendmannschaften, zwei Männermannschaften und zwischenzeitlich eine Frauenmannschaft. 1964 wurden die Männer Kreismeister, stiegen in die Bezirksliga auf, mußten sich aber nach 4 Jahren sich den Abstieg wieder gefallen lassen.

Im Jahre 1965 wurde durch die Sportler und Mitglieder des Vereins der 1. Kleinfeldplatz (hinter dem Sportlerheim) angelegt. Dafür mußte das Hochreck, welches zum Turnen gebraucht wurde, abgebaut werden. 1967 erlitt die Sportgemeinschaft Neudorf einen schmerzlichen Verlust, im April verstarb der langjährige Vorsitzende und Vorbild Richard Geißler im Alter von 55 Jahren. Der Verein wurde nun gezwungen voll sein Erbe zu übernehmen, und das wie man später sieht, mit Erfolg. Am 10.6.1968 erhielt die SG ein Dankschreiben von der Gemeinde Mannsdorf über die erbrachten Leistungen der Sportgemeinschaft zum 20. Jahrestag der Deutschen Demokratische Republik auf dem Sportplatz.Eine stabile Patenschaftsbeziehung mit der Schule Ebersbach war entstanden und die Mitgliederzahl stieg rasch an. Am 1.3.1969 konnte man 116 Mitglieder im Handball verzeichnen, wovon 71 Kinder und Jugendliche waren. Auf Antrag der Leitung spielte man ab August 1969 unter dem jetzigen Vereinsnamen "SG Neudorf". Die Entwicklung des Vereins ging nun mit großen Schritten voran. Ab 1970 war es der Sportlehrer Volker Höhme, der als Pionier der ersten Stunde das Handballspielen in der Schule Ebersbach neu aufleben ließ und von der 1. Klasse an die Handballtalente förderte. Sobald sie ihre ersten Handballpunktspiele machten, erhielten sie einen Sportausweis vom DTSB der DDR (Deutscher Turn- und Sportbund der Deutschen Demokratischen Republik) und gehörten zu dem Verein. Erfahrene Mitglieder der SG übernahmen dann diese Kinder und trainierten sie in den entsprechenden Altersklassen.

Die 70er Jahre

Die 70er Jahre

Die 70er Jahre

Die 70er Jahre

Ein wichtiger Höhepunkt für die Sportgemeinschaft Neudorf war 1972 angesagt. In diesem Jahr konnte man auf stolze 50 erfolgreiche, aber auch weniger erfolgreiche Jahre zurückblicken. Sportlerinnen und Sportler der SG leisteten im Voraus über 600 Stunden im "Mach mit" - Wettbewerb, in denen sie die Sportanlage verschönerten. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Sportfreunde Siegfried Händler, Karl Wätzig, Klaus Fickert sowie des Rentners Otto Bäurich. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens wurde eine Festwoche vom 30.5. - 4.6.1972 durchgeführt, u. a. mit Festumzug, verschiedene sportliche Wettkämpfe, Leistungs-vergleichen und Turnieren (siehe Programm).

Zwei Dankesschreiben vom DTSB Döbeln und vom Deutschen Handball-Verband Döbeln würdigen die vorbildliche Arbeit zur Entwicklung des Sports und des Handballsports in Neudorf. Mit dem Na-men "SG Neudorf" sind gute Traditionen be-schritten worden. Der Handballsport mit seinen guten Leistungen, mit seiner vorbildlichen Brei-tenentwicklung ist weit über die Grenzen des Kreises bekannt. Gewürdigt wurden besonders die Sportlerinnen, Sportler, die Übungsleiter und Funktionäre für ihre aufopferungsvolle Arbeit.Im September 1979 gründete sich die Gymnastik-gruppe der Frauen unter Leitung von Sportfreun-din Helga Langhof. Sie trafen sich einmal in der Woche zum gemeinsamen Training. In den 70er Jahren waren die Handballer der SG weiterhin von Stabilität gekennzeichnet. 1970 wurde der 2. Kleinfeldplatz gebaut. Dabei legten die Sportler natürlich Hand mit an. Nun wurde auch mit dem Mädchenhandball begonnen, wo die Erfolge nicht lange auf sich warten ließen. Es wurden einige Kreismeistertitel bei den Jungen und Mädchen erkämpft. Die Sektion Ski, die seit 1971 besteht, erkämpfte sogar bei den Bezirksmeisterschaften 4 Titel durch Detlev Müller, Dietmar Sperling und Brita Händler. 1979 löste sich die Ski-Sektion auf, da sich kein Übungsleiter fand. Durch die Schaffung der 10-klassigen Polytechnischen Oberschule war es erforderlich, für einen ordnungsgemäßen Sportunterricht entsprechende Voraussetzungen zu schaffen.

Notdürftig wurde der Sportunterricht im Winter im Gasthof Neudorf und im Sommer auf dem Sportplatz Neudorf durchgeführt. Nach großen Bemühungen seitens der Schule und der Gemeinde sollte in Ebersbach, nahe der Schule, eine Turnhalle entstehen. Im Juni 1976 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 13.März 1978 war sie dann fertig und es erfolgte symbolisch die Schlüsselübergabe. Für die SG Neudorf war es ein Fortschritt (die Halle entsprach aber leider nicht den geforderten Handballmaßen),konnte man jetzt sogar in einer Turnhalle trainieren (besonders in den Wintermonaten). Damit erhielt der Handballsport in Neudorf einen neuerlichen Schub und Aufschwung. 1978 wurde die Neudorfer Sportwoche ins Leben gerufen. Sie dauerte eine Woche und war gespickt mit Schulfest, Sportfest, Handball- und Fußballvergleichen. Aber auch das gemütliche Beisammensein und Feiern kam nicht zu kurz.

Die 80er Jahre

Die 80er Jahre

Die 80er Jahre

1984 verstarb im Alter von 73 Jahren unser langjähriger Kassierer Karl Wätzig. Wir werden ihn in Ehren achten. 1984 wurden die Handballer der SG Neudorf als "Vorbildliche Sektion des Deutschen Handball-Verbandes der DDR" geehrt. Dies war der Beweis, das die Handballer sowie der Verein auf dem richtigen Weg waren. Durch diese vielen Erfolge und Popularität der Sportgemeinschaft Neudorf, verbunden mit vielen Turnieren und Veranstaltungen auf dem Sportplatz Neudorf wurden einige bauliche Veränderungen notwendig und in Eigeninitiative übernommen. 1985 wurde der Bau des Sozialtraktes auf dem Sportplatz in Angriff genommen. 1986 wurde die Wasserleitung bzw. Abwasserleitung verlegt.

In diesen Jahren kam es auch zur Verlegung eines Starkstromkabels zum Sportplatz, da dieses für den Bau einer Tanzdiele mit Überdachung und die nachfolgenden Bauarbeiten von Nöten wurde. 1987 schloss sich noch die Errichtung einer Freilichtbühne an. Bei all diesen Maßnahmen halfen die Mitglieder des Vereins in ihrer Freizeit und nach Feierabend mit. Durch das gesamte Umfeld, Vereinszusammengehörigkeit und zielgerichtete Arbeit stellten sich Ende der 80er Jahre auch sportliche Erfolge ein, die unseren Verein auch über die Kreis- und Bezirksgrenzen bekannt gemacht haben. 1987 erhielt unsere Gemeinde Ebersbach und die Sportgemeinschaft Neudorf eine Auszeichnung, den Ehrenpokal als sportlichstes Dorf im Kreis Döbeln. 1988 gelang es der ersten Männermannschaft den erneuten langersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse zu verwirklichen, was nicht zuletzt der kontinuierlichen Trainingsarbeit von Thomas Weiß und Klaus Zetschke zu verdanken war. Diese stellten auch die Grundlage dafür, das ein Jahr später der Sprung in die Bezirksliga gelang. Eine Veränderung stand ins Haus. Ab 1989 mußte jeder Handballspieler, der an Punktspielen teilnahm, einen Spielerpass besitzen. Auch im Kreisgeschehen spielten sämtliche Neudorfer Jugend- und Männermannschaften im Handball mit viel Erfolg. Das Jahr der Wende ging auch in Neudorf nicht spurlos vorüber. Arbeitsbedingt versuchten viele ihr Glück in den alten Bundesländern. Unsere Mitgliederzahlen gingen sofort auf 155 zurück. 1989 übernahm Peter Händler, in dieser stürmischen Zeit, nun die Funktion als Vorsitzender der Sportgemeinschaft Neudorf.
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